Am Ortsrand treffen Siedlung, Landwirtschaft und Wald aufeinander. Seit Jahrhunderten hat sich um unsere Dörfer herum durch eine Abfolge von verschiedenen Landschaftsnutzungen ein fließender, harmonischer Übergang vom einen ins andere hinein gebildet, der die Funktionen der drei Räume im besten Sinne miteinander verbinden kann.
Der Landschaftspflegeverein Karlsbrunn hat sich 1999 mit dem Ziel gegründet, den Ortsrand Karlsbrunns als Kulturlandschaft zu erhalten. Denn in den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Bild des Ortsrandes drastisch verändert: für das Bergwerk Warndt sind Halden und Absinkweiher im Norden angelegt worden, im Süden entstand die Kläranlage und von den anderen Seiten ist der Wald durch Nutzungsaufgabe der Landwirtschaft dicht an den Ort herangewachsen. So ist der Freiraum um den Ort herum verloren gegangen und fließende Übergänge wurden gekappt.
Der Verein hat die Idee entwickelt, durch Beweidung mit Schafen ungenutztes, verbuschtes Weideland wieder zu öffnen und langfristig freizuhalten. Dafür wurden mit Hilfe des Stadtverbandes Saarbrücken an die besonderen Standortbedingungen angepasste, alte Landtierrassen angeschafft: für die steilen, trockenen Hänge am Meisenberg die anspruchslose „graue gehörnte Heidschnucke“ und für das feuchte Wiesental das unempfindliche „Rhönschaf“.
Inzwischen ist die Muttertierherde auf ca. 90 Tiere angewachsen und es werden in der Umgebung von Karlsbrunn rund 30ha extensiv beweidet (Stand: 2006). Die Weideflächen und Streuobstwiesen am Ortsrand sind zu beliebten Ausflugszielen geworden: der Verein veranstaltet Führungen für Schulklassen und zahlreiche am Projekt interessierte Besucher; nicht zu vergessen die Feste und Veranstaltungen, bei denen Sie das hochwertige Fleisch probieren und bestellt können
Direktvermarktung: (tel. +49(0)6809 548)
Warndt-Produkte genießen
In Karlsbrunn wurden 80 schwarze Heidschnucken geboren
Copyright SZ/VK erschienen am 18.08.2009