Der Riesenbärenklau ist eine aggressive Pflanze. Besonders für draußen spielende Kinder stellt er eine beträchtliche Gefahr dar: denn sein Riesenwuchs zieht entdeckungslustige Kinder magisch an. Er erreicht Höhen von über 4 Metern und seine Stängel werden bis zu 10cm dick. An und für sich ein toller Rohstoff für Blasrohre und Haudegen aller Art. Aber sein Saft enthält photoaktive Substanzen, die in Verbindung mit Sonnenlicht zu schwersten Verbrennungen der Haut führen. Dauerhafte Lichtallergien und Erblinden sind möglich!
Der Riesenbärenklau stammt aus Nordostasien und verhält sich auch gegenüber unseren heimischen Pflanzen aggressiv. Denn er breitet sich entlang von Gewässern durch seine schwimmfähigen Samen rasend schnell aus und überwuchert mit seinem Riesenwuchs alle anderen Pflanzen. Große, eintönige Monokulturen an unseren Bächen und Flüssen sind die Folge.
Sollen Uferbereiche als erlebbare Umwelt nicht verloren gehen, müssen Vorkommen des Riesenbärenklaus zurückgedrängt werden. Auf großer Fläche ist dies nachhaltig mit Motorsense und Spaten nicht zu bewältigen: denn die Pflanze produziert jedes Jahr Zehntausende von Samen, die über viele Jahre im Boden keimfähig bleiben. Wird sie vor der Blüte beseitigt, versucht sie aus der Wurzel heraus durch Nottriebe erneut zur Blüte zu gelangen.
Deshalb unterstützen hier der Stadtverband Saarbrücken, die Mittelstadt Völklingen und Energis das Beweidungsprojekt der Familie Schwaiger, bei der durch schottische Hochlandrinder die brachgefallenen Auen des Lauterbaches dauerhaft vom Riesenbärenklau befreit werden sollen. Denn die robusten Rinder brauchen keine aufwendige Schutzkleidung, sie weiden ohne großen Arbeitsaufwand nachwachsende Austriebe als Leckbissen ab und produzieren ganz nebenbei noch eine schmackhafte Delikatesse aus dem Warndt.
Doch nur mit Ihrer Hilfe kann der Riesenbärenklau dauerhaft kontrolliert werden: Beseitigen Sie die Pflanzen in Ihren Gärten und vermeiden Sie, dass ihr Samen auf den Boden fällt. Schützen Sie sich durch geeignete Kleidung. Mähen Sie danach die Flächen regelmäßig, Sie brauchen einen langen Atem! Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne die untere Naturschutzbehörde beim Stadtverband Saarbrücken
(Tel.: +49 (0)681 506 6151).
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Copyright SZ/VK erschienen am 18.08.2009