© Ludwig Schmidtpeter

Das lange Warten auf den Eurodistrikt

Copyright by SZ/SB erschienen am 06.03.2010

Das lange Warten auf den Eurodistrikt

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit soll verbindlicher werden – Gründung verzögerte sich immer wieder

Der Regionalverband und sieben französische Gemeindeverbände wollen im Eurodistrikt eng zusammenarbeiten. 800 000 Euro soll der pro Jahr ausgeben können. Neben der gemeinsamen Wirtschaftsförderung steht auch ein gemeinsames Bus- und Bahnticket ganz oben auf der Wunschliste.

Von SZ-Redakteur

Markus Saeftel

Regionalverband. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist ein mühsames Geschäft. Das weiß Isabelle Prianon, die Büroleiterin des Büros des Vereins Saar Moselle Avenir, nur zu gut. Seit 2004 arbeiten Politiker dies- und jenseits der Grenze daran, einen Eurodistrikt zu gründen, sagt sie – doch bis heute ist der Startschuss trotz mehrerer Ankündigungen und Präsentationen auf der Saarmesse noch nicht gefallen. Prianon ist trotzdem optimistisch: „Ich hoffe, dass es in einigen Wochen losgeht.“ Das Wirtschaftsministerium des Saarlandes habe noch einige Anmerkungen zur Satzung des Eurodistrikts.

Und warum dauert es so lange? Weil hier zwei verschiedene Kulturen und Mentalitäten aufeinandertreffen, sagt Prianon. Dazu komme die Bürokratie auf beiden Seiten. Der Verein Saar Moselle Avenir ist in der Öffentlichkeit nicht sehr bekannt, hat aber zum Beispiel das Warndt Weekend, die Fahrradveranstaltung Velo SaarMoselle und den grenzüberschreitenden Museumspass angestoßen, erklärt Prianon. Dieser Verein, dessen Präsidentin zurzeit Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) ist, soll in einem Zweckverband aufgehen. „Dann können wir Fördergeld vom deutschen und französischen Staat sowie von der Europäischen Union bekommen.“ Bisher musste der Verein immer einen Geldgeber finden, von dem aber beide Seiten profitierten. Die Zusammenarbeit in dem Zweckverband sei viel verbindlicher als in dem Verein.

Mit dem Eurodistrikt bekommt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit feste Strukturen. Neben dem Regionalverband machen sieben französische Gemeindeverbände mit: Forbach, Saargemünd, St. Avold, Freyming-Merlebach, Faulquemont, Creutzwald und Saaralbe. Wollten nicht ursprünglich mehr mitmachen? Prianon weist darauf hin, dass die Region Bitche wegen einer Gebietsreform noch nicht dabei ist. Auch der Saarpfalzkreis und der Kreis Saarlouis fehlen. Die Drei hätten bisher noch an keinen gemeinsamen Projekten teilgenommen, sagt Prianon dazu. Vor allem der Regionalverband sowie Forbach und Saargemünd hätten den Eurodistrikt vorangetrieben.

In einer Versammlung werden Vertreter der acht Gemeindeverbände wichtige Themen diskutieren. Die Versammlung wählt den 14-köpfigen Vorstand sowie einen Präsidenten sowie Vizepräsidenten. Letztere würden dafür aber nicht bezahlt, erklärt Prianon. Umsonst ist der Beitritt für die Mitglieder nicht. 80 Cent pro Einwohner werden pro Jahr fällig. Somit habe der Eurodistrikt inklusive Fördergeld der Europäischen Union 800 000 Euro pro Jahr zur Verfügung, sagt Prianon. Zwei Drittel flössen in Projekte, ein Drittel in Sachkosten und ins Personal: 2,5 Stellen beim Verein Zukunft Moselle Avenir und 1,5 Stellen in Saargemünd, die sich speziell um Metropol-Geld aus Frankreich kümmern. Aus diesem Topf fließen 13 Millionen Euro bis 2013 in die Großregion, teilt Prianon mit.

Was bringt der Eurodistrikt den Bürgern? Prianon erwähnt zunächst zwei Projekte, an denen sich auch der Saarpfalzkreis und der Kreis Saarlouis beteiligen. Zum einen geht es darum, den Wirtschaftsstandort zu stärken. Deutsche und französische Wirtschaftsförderer sollen bei Ansiedlungen enger zusammenarbeiten. Wenn eine Kommune also keine Fläche zur Verfügung habe, würden andere darüber informiert, die ihrerseits vielleicht eine passende Fläche anbieten können, erklärte Prianon.

Die Eurodistrikt-Mitglieder wollten künftig gemeinsam die Werbetrommel für die Region rühren. Die „Straße des Feuers“ soll den Tourismus ankurbeln und zehn Standorte der Industriekultur verbinden. Prianon kündigt an, der Eurodistrikt solle auch den grenzüberschreitenden Bus- und Bahnverkehr voranbringen. Am Ende könnte es ein gemeinsames Ticket und einen Fahrplan geben. Solange der Eurodistrikt aber nicht gegründet ist, bleibt das alles Zukunftsmusik.

 

Copyright by SZ/SB erschienen am 06.03.2010

Herzlich Willkommen bei Warndt.eu... und auf der Großbaustelle!

Kürzlich erhielten wir eine mail vom Verein MALTIZ aus dem Warndt mit einigen Textzeilen und Fotos. Drei Stunden später konnten wir an MALTIZ rückmailen, dass die gewünschten Seiten eingerichtet sind.

Diesen Service leisten wir für jeden Verein, Verband oder Organisationen mit öffentlichem Interesse und Anliegen: Sie sind also mit Ihrem Präsentationsmaterial (Texte, Bilder, Übersetzungen) bei uns willkommen! Bitte denken Sie daran, eine Übersetzung in der Nachbarsprache beizufügen, da wir dies nur in Ausnahmefällen selbst leisten können.

Das Geoportal Warndt wird darüber hinaus neu gestaltet: Graphisch, inhaltlich und von seiner Benutzerfreundlichkeit.

Auf dieser "Großbaustelle" sind Fehler und Kinderkrankheiten noch nicht ganz  auszuschließen. Dafür bitten wir Sie um Ihr Verständnis und laden Sie ein, uns Rückmeldungen zu geben.

Tel.: 0681/5066150

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung durch Ihre konstruktive Kritik oder Ihre Komplimente.

So werden in Ihrem Geoportal Warndt in Zukunft fast keine Wünsche mehr offen bleiben. Welche „Perle“ im Warndt kennen Sie noch nicht? Mit der Suchfunktion können Sie den kompletten Inhalt von Warndt.eu schnell durchsuchen. Auch das neue Inhaltsverzeichnis (=Sitemap) hilft Ihnen dabei, schneller zu finden, was Sie suchen.

Die Kopfzeilen informieren Sie über Gemeinden, Vereine, Ortsteile, Freizeit und Kultur, die Geschichte, ….

Wenn Sie sich für Sehenswürdigkeiten im Warndt interessieren, wird Ihnen die gegenwärtig in Arbeit befindliche interaktive Karte einen guten Überblick verschaffen.

Zu einem aktuellen Blick auf die wirtschaftliche Lage und die Dimension des demographischen Wandels laden zwei Kurzfilme ein, die 2006 und 2007 im Rahmen der Bemühungen zum Strukturwandel hergestellt wurden. Link zum Trailer

Sie wissen noch nicht, was Sie am Wochenende tun sollen? Dann hilft Ihnen ja vielleicht unter „Freizeit & Kultur“ künftig der Veranstaltungskalender von plurio.net weiter, der aktuell eingebunden werden soll. Dort können Sie auch eigene Veranstaltungen anmelden.

Warndt.eu möchte seinem Anspruch, transnational zu agieren damit gerecht werden, dass es (bis auf die Presseartikel) durchgängig zweisprachig auftritt.

Industrie-Kultur-Landschaft aus der Großregion

Diese Seite empfehlen / merken: del.icio.usgoogle.comMister WongYahooMyWeblive.comask.com

Bitte wählen Sie Ihre Sprache:

deutsch Deutschsprachig...   Langue francaise... français

Presseartikel werden wegen ihrer großen Anzahl nicht übersetzt!

Bislang noch ausstehende Übersetzungen von deutschen Texten werden im Sommer 2009 kontinuierlich ins Französische übertragen.

mehr...

Aktuelles:

10.03.10

Das Bioenergie-Zentrum kommt voran

Auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Warndt sind schon die ersten Mieter eingezogen.

09.03.10

ART58

ist eine kleine Künstlergruppe aus der Region Warndt, die sich mit Kunst

unterschiedlichster Art...

Über Warndt.eu

Das Portal www.warndt.eu wird im Rahmen des SAUL+ Programms der EU auf Initiative des Regionalverbandes Saarbrücken und des saarländischen Umweltministeriums seit Sommer 2006 gemeinsam mit den lothringischen und saarländischen Kommunen aufgebaut. Zahlreiche deutsche und französische Partner, Vereine und Organisationen haben seitdem zur Entwicklung des Portals beigetragen. mehr...


 

Dank an unsere Unterstützer und Sponsoren