Werner Weiter

(Werner Weiter (rechts) mit Marcel Rupp 2008 im Schloss Ditschweiler, Lorraine)

„Wenn Du dazu mehr wissen möchtest, musst Du Werner Weiter fragen…“, habe ich mehr als einmal bei Recherchen zum Warndt erfahren.

Hans Werner Weiter wird nicht allein vom Vorsitzenden des Heimatkundlichen Vereins Warndt, Karl Werner Desgranges, und vielen seiner Kollegen wegen seiner Persönlichkeit und seiner exzellenten Kenntnisse über den Warndt geschätzt, sondern darüber hinaus von vielen, die sich mit der Geschichte des Warndts befassen, als „Archiv in Person“, als das bestgeordnete persönliche Informationszentrum zum Warndt, als „lebendiges Geschichtsbuch“ charakterisiert.

Hans Werner Weiter, am 24.11.1925 in St.Nikolaus geboren, entdeckte seine Begeisterung für die Heimatkunde des Warndts spätestens 1938/39 bei den Vorbereitungen zur Evakuierung der Bevölkerung im Grenzraum. Vieles von Speichern und aus Kellern der Häuser und Höfe im Warndt landete auf Müllkippen. Darunter Wertvolles wie Grubenlampen aus dem 17./18.Jahrhundert, historische Werkzeuge aus Handwerk und Landwirtschaft, manches sogar aus römischen Zeiten.

Hans Werner sortierte und rettete manche Schätze nach Hause; eines wurde schon damals an seiner Sammlerleidenschaft deutlich: seine Neugier und Liebe, zu seiner Heimat, zum Warndt, die er nach seiner Militärzeit 1945 wieder aufnahm.

Sein Beruf als Bäcker ließ ihm dazu nicht viel Zeit, aber Werner Weiter begann bald mit dem systematischen Aufbau seines heimatkundlichen Archivs zum saarländischen und lothringischen Warndt. Darauf legt er immer wieder großen Wert, dass nämlich der gesamte Warndt im Saarland wie in Lothringen betrachtet werden muss, damit die Grenzen endlich auch in den Köpfen überwunden werden. Sein bereits früh elektronisch aufgebautes Archiv stellt heute einen unschätzbaren Wert für die Geschichte des Warndts dar. Zum Glück ist vieles in den Blättern des Heimatkundlichen Vereins Warndt veröffentlicht.
(vgl. Veröffentlichungsliste)

 
Gleichwohl bieten die modernen Möglichkeiten des Internets attraktive Chancen mehr von dieser Arbeit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies wird Schritt für Schritt auf www.warndt.eu angegangen und dort in eigenen Seiten wie „Sagen im Warndt“, „Historische Mühlen im Warndt“ und im „Kulturhistorischen Atlas Warndt“ präsentiert.

Wir hoffen auf weitere konstruktive Begegnungen mit Werner Weiter, die dazu führen, aus der Kompetenz und dem Reichtum seiner heimatkundlichen Arbeit für den Warndt zu schöpfen und sein Lebenswerk mit modernen Medien für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Seiner Unterstützung hierzu begegne ich mit Respekt und Dankbarkeit.

(Wolfgang Selke, 2009)

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Historische Karte des Warndt vom Kartographen Gust. Müller

Kriegsschädenatlas

Historische Karte des Saarlandes, um 1730
Quelle: www.chr-lorraine.fr
Artikel: Per Mausklick ins Saarland um 1730

 

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